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Erfolgsstory Matthias Blümig

Vom Urlauber zum Einheimischen

Die Geschichte von Matthias Blümig klingt wie ein Märchen, wenn es darum geht, die Attraktivität der Wesermarsch zu beschreiben. Statt der Nähe zu Bergen, Wäldern und Wintern mit Schnee, entscheiden sich er und seine Frau bewusst für Deiche, Wind und Weite. Nach einem Urlaub in der Marsch sucht und kauft er mit seiner Frau eine Immobilie, packt nach Jahrzehnten in Nordbayern die Sachen und lebt nun in Butjadingen-Langwarden. „Nebenbei“ ist das Ehepaar nun auch Betreiber des Butjadinger Teekontors geworden.

Kurzinfo: Matthias Blümig

Matthias Blümig (52) lebte viele Jahre in Nordbayern. Nachdem er mit seiner Familie an der Nordsee Urlaub gemacht hatte, entschied er sich mit seiner Frau für ein neues Leben an der Küste. Sie kauften den historischen Gulfhof in Butjadingen-Langwarden und führen nun das dort seit vielen Jahren ansässige Teekontor samt Teestube erfolgreich weiter.

Matthias Portrait
Foto Zitat

„Das Leben hier oben an der Küste passt für uns. Wir sind sehr zufrieden.“

Matthias Blümig
Wie alles begann:

Matthias Blümig nennt die Gründe für die Entscheidung, von Nordbayern in den hohen Norden zu ziehen: „Wir können hier die Natur in ihrer besten Form – mit Wind und Wetter – uneingeschränkt erleben, das faszinierende Spiel der Wolken am Himmel beobachten und unsere Seele baumeln lassen.“ Nach einer angenehmen Zeit mit viel Erholung mit schönen Urlauben sei die Entscheidung gefallen, an der Küste ein neues Zuhause zu finden. Die Lebensverhältnisse des Paares seien „für den Schritt, den wir nun gegangen sind“, gegeben gewesen.

Bei der Suche nach einem neuen Zuhause im Norden sei die Immobilie mit dem Teekontor in den Fokus gerückt. Blümig blickt zurück: „Vor etwa drei Jahren haben wir uns gesagt, dass wir lange genug in Nordbayern – eingerahmt von Mittelgebirgen – gelebt haben. Unser jetziges Zuhause kannten wir von einem Besuch vor einigen Jahren, es hat uns auf den ersten Blick zugesagt. Als es dann zum Verkauf stand, haben wir das nach einer Besichtigung als einen Glückstreffer gesehen.“

Bereits kurz nach der Besichtigung der Immobilie, die ihren Ursprung im Jahr 1852 hat, habe festgestanden, dass die Blümigs das Objekt kaufen wollen. „Uns war dann auch schnell klar, dass wir das rustikale Teekontor im ehemaligen Kuh- und Pferdestall weiterbetreiben wollen. Es gehört für uns zum Haus, es gehört in die Region.” Als die vorherigen Eigentümer Walburga und Heinz-Günter Greiss Matthias Blümig mitteilten, dass er den Zuschlag bekommt, hatte er gemeinsam mit seiner Frau drei bis vier sehr intensive Monate vor sich, bis sie alles geregelt hatten. Beiden wurde in den Vorbereitungen des Umzugs und den Überlegungen, was an der Küste auf sie wartet, auch bewusst, dass sie das Teekontor nicht nebenbei betreiben könnten. Matthias Blümig: „Wir haben beide beschlossen, dass wir unsere gesamte Energie in das Teekontor und das Gulfhaus einbringen,“ Zudem sei es gut gewesen, sich umfassend mit vielen Fragen rund um den Tee, seine Herkunft und den vielen Varianten zu beschäftigen. Matthias: „Ganz egal, woher der Tee herkommt und wie die Zeremonie aussieht: Die Zeremonie sorgt für Gemütlichkeit und den Anspruch, dass man sich dafür Zeit nimmt und sich entschleunigt.“

Teekontor: Mehr Vielfalt für neue Zielgruppen bieten

Für die nächsten Monate und Jahre steht noch einiges auf dem Zettel. Der historische Gulfhof soll, unter anderem energetisch, modernisiert werden, das Angebot in der Teestube, in der seit einiger Zeit an den Wochenenden auch ein Frühstück angeboten wird, soll ausgebaut werden. Blümig: „Wir wollen unsere Teestube räumlich erweitern, um auch für größere Gruppen ein Angebot machen zu können.“ Dabei setze man weiter auf die traditionelle „Teetied“ in „Omas guter Stube“ und „die leckeren Kuchen und Torten frisch aus der eigenen Backstube“. Auch der Online-Shop soll auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden. Im Kontor gibt es heute bereits insgesamt etwa 200 Teesorten zu kaufen. Blümig: „Für den Dreiklang aus Teekontor, Teestube und Online-Verkauf wollen wir Tradition und Zukunft miteinander kombinieren. Deshalb haben wir das Sortiment etwas ergänzt, beispielsweise auch durch biologische Tees und vegane und glutenfreie Produkte, z.B. Kuchen und Torten in der Teestube. Wir wollen auch neue Gäste durch mehr Vielfalt für unser Kontor und die Teestube begeistern.“

Innerhalb kürzester Zeit haben sich die Blümigs im Norden eingelebt. „Das Klischee, das Norddeutsche nicht sehr kommunikativ sind, kann ich überhaupt nicht bestätigen. Wir erleben die Butjenter als sehr zuvorkommend und offen“, freut sich Matthias. Sicherlich treffe dabei die Weisheit zu „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus“. Lediglich mit der plattdeutschen Sprache sei es so eine Sache. „Plattdeutsch werden wir sicherlich nicht mehr lernen, bemühen uns aber immer mehr zu verstehen“, sagt Matthias.

Ob sie etwas in ihrer neuen Heimat vermissen? „Nein. Das Leben hier oben an der Küste passt. Wir sind sehr zufrieden.“ Gibt es etwas, was verbessert werden könnte? „Das gibt es sicherlich immer und überall. Wenn wir uns etwas wünschen könnten, dann wäre es eine bessere Internet-Versorgung.“

Das Ehepaar ist sich einig: Die Wesermarsch hat mit ihrer Mischung aus Natur, zahlreichen (touristischen) Angeboten im Kultur- und Freizeitbereich und der räumlichen Nähe zu Bremen und Oldenburg viel zu bieten – unter anderem auch die gemütliche „Teetiet“ bei den Blümigs im Butjadinger Teekontor in Butjadingen-Langwarden.

Kontakt

Butjadinger Teekontor
Inhaber Matthias Blümig
Burmeidsweg 1
26969 Butjadingen – Langwarden

04733 – 17 37 31
info@butjadinger-teekontor.de
www.butjadinger-teekontor.de

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